Digitalisation de l'administration publique

Avocat administration numérique—marchés publics IT et e-gouvernement
Droit des marchés publics et des technologies pour l'acquisition conforme de solutions IT et de systèmes IA dans le secteur public.

Solutions en digitalisation de l'administration

Marchés publics IT et achats technologiques

Marchés publics stricts et innovation technologique—stratégies flexibles et contrats conformes.

Systèmes IA dans l'administration publique

Marchés publics, droit constitutionnel, procédure administrative, RGPD—souvent haut risque AI Act.

J'accompagne de l'achat à l'exploitation.

Referenzen

Conseil à un pouvoir adjudicateur public pour l'acquisition d'une solution d'IA
Structuration et négociation des contrats pour l'acquisition d'une solution d'IA dans le secteur public, avec un focus sur la responsabilité, la protection des données et la conformité au AI Act.

Secteur public

Marchés publics et sécurisation contractuelle IA

Jurisprudence récente (État : 01/06/2026)

Ces résumés sont en allemand. Ils concernent uniquement des juridictions et autorités allemandes. Abréviations courantes : BGH — Cour fédérale de justice (Allemagne) ; BPatG — Cour fédérale des brevets ; DPMA — Office allemand des brevets et des marques ; LG — tribunal régional ; OLG — cour d'appel ; AG — tribunal d'instance. Les intitulés développés figurent dans les titres et renvois ci-dessous.

Informationsfreiheitsgesetz
Auskunftsanspruch
Grenzen des Auskunftsanspruchs bei extremem Verwaltungsaufwand (BVerwG)

Faits : Ein Kläger, der Anfang der 1990er Jahre als Lobbyist für ein französisches Unternehmen bei der Privatisierung der Leuna-Werke tätig war und in Frankreich strafrechtlich verurteilt wurde, begehrte nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) umfassende Akteneinsicht. Er richtete seinen Antrag an die in Abwicklung befindliche Rechtsnachfolgerin der Treuhandanstalt, die über einen Aktenbestand von 4.255 Ordnern zur Leuna-Privatisierung sowie weitere Akten einer Sonder-Task-Force verfügte. Die Behörde lehnte die Einsichtnahme ab und berief sich auf den Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen, den Schutz personenbezogener Daten sowie auf einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand. Nach unterschiedlichen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Berlin und des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg landete der Rechtsstreit vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Normes essentielles :

  • § 7 Abs. 2 Satz 1 IFG (Teilweiser Informationszugang und unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand)
  • § 5 Abs. 1 IFG (Schutz personenbezogener Daten)
  • § 6 Satz 2 IFG (Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen)

Décision : Das Bundesverwaltungsgericht hob das klagestattgebende Urteil des Oberverwaltungsgerichts auf und verwies die Sache zurück. Das Gericht entschied, dass eine Behörde bei extrem umfangreichen Aktenbeständen nicht jedes einzelne Dokument prüfen musste. Sie durfte das Vorliegen von Geheimhaltungsgründen stattdessen anhand von Stichproben und Kategorien darlegen, um bei der massenhaften Aktenprüfung nicht sprichwörtlich die Nadel im Heuhaufen suchen zu müssen. Ein vollständiger Ausschluss des Informationszugangs wegen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwands griff jedoch erst dann, wenn die Erfüllung des Anspruchs die vorrangigen Sachaufgaben der Behörde erheblich behindert hätte. Dabei stellte das Gericht klar, dass sich informationspflichtige Stellen organisatorisch auf solche Anträge einstellen mussten; personelle Engpässe rechtfertigten keine Ablehnung.

Conclusion et recommandation pratique : Dieses Urteil betraf primär das behördliche Informationsfreiheitsrecht, die zugrundeliegende Logik lässt sich jedoch auf die digitale Wirtschaft und weitreichende Auskunftsansprüche (insbesondere nach Art. 15 DSGVO) übertragen. Ein pauschaler Verweis auf einen zu hohen internen Aufwand schützt Unternehmen nicht vor der Erfüllung von Auskunftspflichten. Geschäftsführer und Inhouse-Juristen müssen sicherstellen, dass die interne Datenarchitektur und das Dokumentenmanagement so strukturiert sind, dass auch umfangreiche Datenabfragen systematisch bewältigt werden können. Es empfiehlt sich dringend, frühzeitig in automatisierte Such- und Kategorisierungswerkzeuge zu investieren, um im Ernstfall rechtmäßig, ressourcenschonend und fristgerecht reagieren zu können.

BVerwG, Arrêt du 17/03/2016 (7 C 2/15) - Instances inférieures : VG (Tribunal administratif (Allemagne)) (Tribunal administratif (Allemagne)) Berlin, OVG (Cour administrative supérieure (Allemagne)) (Cour administrative supérieure (Allemagne)) Berlin

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