Droit de l'IA et conformité AI à Cologne

Loi IA de l'UE, données d'entraînement, réseaux sociaux et IA générative d'images dans la région de Cologne

Avocat pour Droit de l'IA et conformité AI à Cologne

Jurisprudence récente de Cologne et environs (État 2026)

Ces résumés sont en allemand. Ils concernent uniquement des juridictions et autorités allemandes. Abréviations courantes : BGH — Cour fédérale de justice (Allemagne) ; BPatG — Cour fédérale des brevets ; DPMA — Office allemand des brevets et des marques ; LG — tribunal régional ; OLG — cour d'appel ; AG — tribunal d'instance. Les intitulés développés figurent dans les titres et renvois ci-dessous.

Urheberrecht
Künstliche Intelligenz
Keine Urheberrechtsverletzung bei rein motivischer KI-Bildgenerierung aus fremder Vorlage (OLG (Cour d'appel (Allemagne)) Düsseldorf)

Faits : Die Antragstellerin fertigte ein fotografisches Unterwasserbild eines Hundes an, der nach einem roten Spielzeug schnappt. Der Antragsgegner lud diese Fotografie in eine KI-Software hoch, ließ damit ein comichaftes Bild desselben Motivs generieren und veröffentlichte dieses auf seiner Website. Die Fotografin machte daraufhin zunächst vor dem Landgericht Düsseldorf und in der Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gerichtliche Unterlassungsansprüche geltend.

Normes essentielles :

  • § 2 Abs. 2 UrhG
  • § 23 Abs. 1 S. 2 UrhG
  • § 72 UrhG
  • § 97 Abs. 1 UrhG

Décision : Das Gericht wies den Antrag zurück und verneinte eine Urheberrechtsverletzung. Das erzeugte KI-Bild stellte zwar mangels nachgewiesener menschlich-kreativer Einflussnahme beim Prompting kein eigenes urheberrechtlich geschütztes Werk dar. Gleichzeitig lag jedoch keine rechtswidrige Vervielfältigung der Originalfotografie vor. Der Antragsgegner übernahm für das KI-Bild lediglich das gemeinfreie, ungeschützte Motiv des Hundes. Die den Schutz der Originalfotografie begründenden individuellen Elemente – wie die gewählte Perspektive, Unschärfe und dynamische Belichtung – fanden sich im comichaften KI-Output nicht wieder.

Conclusion et recommandation pratique : Dieses Urteil bildete eine juristische Leitplanke für den kreativen Einsatz von generativer KI. Für Unternehmen der Digitalbranche bedeutet dies: Wer fremde Bilder als KI-Input nutzt, begeht nicht zwingend eine Urheberrechtsverletzung, solange der Output lediglich die abstrakte Idee oder das Motiv aufgreift, ohne die spezifischen schöpferischen Merkmale des Originals zu übernehmen. Gleichzeitig veranschaulicht die Entscheidung drastisch, dass Sie ohne nachweisbare und komplexe Prompt-Entscheidungen keinerlei eigene Urheberrechte an KI-generierten Bildern erwerben. Etablieren Sie daher intern zwingend Prozesse zur exakten Dokumentation der menschlichen Eingriffe bei der KI-Erstellung.

OLG (Cour d'appel (Allemagne)) Düsseldorf · Arrêt · 02/04/2026 · 20 W 2/26

KI-Training
DSGVO
Zulässigkeit der Nutzung öffentlicher Social-Media-Daten für KI-Training (OLG (Cour d'appel (Allemagne)) Köln)

Faits : Ein in Düsseldorf ansässiger Verbraucherschutzverein ging vor dem Oberlandesgericht Köln im Eilverfahren gegen die europäische Tochtergesellschaft eines US-amerikanischen Digitalkonzerns (mit irischer Aufsichtsbehörde) vor. Der Betreiber kündigte an, öffentlich einsehbare Nutzerdaten aus den Netzwerken Facebook und Instagram für das Training seiner eigenen generativen Künstlichen Intelligenz zu verwenden. Den Nutzern bot das Unternehmen im Vorfeld ein Widerspruchsrecht (Opt-out) an und ergriff technische Maßnahmen zur Deidentifizierung.

Normes essentielles :

  • Art. 5 Abs. 2 DMA
  • Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO
  • Art. 9 Abs. 1 DSGVO

Décision : Das Gericht wies den Unterlassungsantrag vollumfänglich zurück. Die bloße Einspeisung der deidentifizierten Plattformdaten in ein unstrukturiertes Datensilo zum KI-Training stellte keine unzulässige Profil-Zusammenführung nach dem Digital Markets Act (DMA) dar. Zudem war die Datenverarbeitung durch das berechtigte wirtschaftliche Interesse des Unternehmens nach der DSGVO legitimiert. Die Interessen der Nutzer traten im Rahmen der Abwägung zurück, da die betreffenden Daten ohnehin öffentlich zugänglich waren, die Eingriffsintensität durch Pseudonymisierung abgemildert wurde und ein funktionsfähiges, transparentes Widerspruchsrecht bestand.

Conclusion et recommandation pratique : Das Urteil stärkt die Rechtssicherheit für KI-Entwickler und Plattformbetreiber erheblich. Um als Digitalunternehmen öffentlich verfügbare Nutzerdaten (First Party Data) DSGVO-konform für das Training von KI-Modellen nutzen zu können, müssen Sie zwingend eine opt-out-Lösung (Widerspruchsrecht) implementieren, transparent im Voraus informieren und technische Filter zur Deidentifizierung sensibler Daten anwenden.

OLG (Cour d'appel (Allemagne)) Köln · Arrêt · 23/05/2025 · 15 UKl 2/25

Votre interlocuteur à Cologne

Du blog sur Droit de l'IA

31. mai 2026

Rédaction numérique de contrats avec l'intelligence artificielle : opportunités, obligations et responsabilité

L'IA générative transforme la création de contrats, avec de nouvelles questions de responsabilité et de conformité.

Dr. Valentin Zipfel

Dr. Valentin Zipfel

31. mai 2026

Agents IA dans l'e-commerce : ce que les exploitants de boutiques doivent respecter en matière de protection des données

Les agents IA achètent pour les utilisateurs et modifient le profil de risque RGPD des boutiques en ligne.

Dr. Valentin Zipfel

Dr. Valentin Zipfel

31. mai 2026

IA dans l'administration : où l'État utilise déjà l'intelligence artificielle et où se situent les limites juridiques

L'IA est entrée dans le quotidien administratif — du predictive policing aux chatbots citoyens.

Dr. Valentin Zipfel

Dr. Valentin Zipfel

Pas à Cologne ? Nous sommes aussi présents dans d'autres villes :

Contact

Un problème ? Contactez-nous par e-mail ou via le formulaire.
Standort Frankfurt am Main
Rechtsanwalt Dr. Valentin Zipfel
c/o GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB
Ulmenstraße 30, 60325 Frankfurt am Main