Protection des données pour les technologies numériques à Mannheim

Conformité RGPD et conseil en protection des données pour la région Rhin-Neckar

Avocat pour Protection des données pour les technologies numériques à Mannheim

Jurisprudence récente de Mannheim et environs (État 2026)

Ces résumés sont en allemand. Ils concernent uniquement des juridictions et autorités allemandes. Abréviations courantes : BGH — Cour fédérale de justice (Allemagne) ; BPatG — Cour fédérale des brevets ; DPMA — Office allemand des brevets et des marques ; LG — tribunal régional ; OLG — cour d'appel ; AG — tribunal d'instance. Les intitulés développés figurent dans les titres et renvois ci-dessous.

DSGVO
Schadensersatz
Kein RGPD (appliqué en droit allemand)-Schadensersatz bei Facebook-Scraping wegen fehlendem Schadensnachweis – aber Feststellung künftiger Ersatzpflicht (LG (Tribunal régional (Allemagne)) Mannheim (Tribunal régional (Allemagne)))

Résumé en allemand · droit allemand · juridiction allemande

Faits : Eine Facebook-Nutzerin klagte auf immateriellen Schadensersatz (mindestens 2.500 Euro), Unterlassung, Auskunft und Feststellung künftiger Ersatzpflichten wegen des massenhaften Scraping-Vorfalls aus den Jahren 2018/2019. Unbekannte hatten über das Kontakt-Import-Tool (CIT) automatisiert Handynummern mit Nutzerprofilen abgeglichen, da die Suchbarkeit der Telefonnummer auf der Plattform standardmäßig auf „Alle“ voreingestellt war. Die Klägerin machte geltend, sie leide durch den Vorfall unter Kontrollverlust, vermehrtem Spam und habe ihre unbeschwerte Nutzung sozialer Medien eingebüßt.

Normes essentielles (droit allemand) :

  • Art. 25 Abs. 1, 2 RGPD (appliqué en droit allemand)
  • Art. 32 Abs. 1 RGPD (appliqué en droit allemand)
  • Art. 82 Abs. 1 RGPD (appliqué en droit allemand)

Décision : Das Tribunal régional Mannheim (Allemagne) wies die Zahlungsklage auf Schmerzensgeld ab, gab jedoch dem Feststellungsantrag für etwaige zukünftige Schäden statt. Das Gericht stellte fest, dass der Plattformbetreiber gegen die RGPD (appliqué en droit allemand) verstoßen hat: Die Voreinstellung der Suchbarkeit auf „Alle“ verletzte das Prinzip „Privacy by Default“ (Art. 25 DSGVO). Zudem rügte das Gericht den unzureichenden Vortrag des Unternehmens zu seinen Schutzmaßnahmen (Art. 32 DSGVO); eine nur schlagwortartige Aufzählung von Abwehrmaßnahmen wie „Übertragungsgrenzen“ genüge der Darlegungslast nicht. Der Schmerzensgeldanspruch (Art. 82 DSGVO) scheiterte jedoch daran, dass die Klägerin keinen konkreten immateriellen Schaden beweisen konnte. Der bloße Verlust von „Unbeschwertheit“ sei kein Schaden, und eine Kausalität zwischen dem Scraping-Vorfall und den konkret erhaltenen Spam-Nachrichten konnte das Gericht nicht mit der erforderlichen Gewissheit feststellen.

Conclusion et recommandation pratique : Für Betreiber von Plattformen und sozialen Netzwerken zeigt dieses Urteil die hohen prozessualen Anforderungen auf: Werden technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) vor Gericht nur oberflächlich skizziert, wird dies als Verstoß gegen Art. 32 RGPD (appliqué en droit allemand) gewertet. Unternehmen müssen ihre Schutzbedarfsfeststellungen, Risikoanalysen und die exakte Wirkweise ihrer (Anti-Scraping-)Maßnahmen strukturiert dokumentieren und darlegen können. Zugleich bestätigt das Urteil, dass pauschale Schmerzensgeldforderungen ohne den Nachweis einer spürbaren, kausalen Beeinträchtigung der Betroffenen (bloßer Wegfall der „Unbeschwertheit“ reicht nicht) abzuweisen sind.

LG (Tribunal régional (Allemagne)) Mannheim (Tribunal régional (Allemagne)) · Arrêt · 15/03/2024 · 1 O 93/23

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