IT law & digital business areas

IT law attorney—advice on SaaS, cloud solutions, and digital business models
Legal support for digital products and technology projects—from assessing legal feasibility and contract design to securing digital business models.

Solutions in IT law & digital business

2.1 IT project agreements and software development

Whether waterfall or agile—the contractual structure must fit the delivery model.

Agile projects need a different framework than classic works contracts: obligations, milestones, and remuneration must reflect iterative methods.

I support software projects from design through go-live.

2.2 Cloud computing and SaaS

Cloud services—IaaS, PaaS, or SaaS—raise legal issues well beyond classic IT contract law.

Privacy requirements, sector regulation, and appropriate audit and control rights call for bespoke agreements. I assist cloud providers and customers in negotiating and drafting cloud contracts.

2.3 Platform regulation and digital-economy law

The Digital Services Act, Digital Markets Act, and Data Act have reshaped the legal framework for the digital economy.

Companies operating digital platforms or data-driven models face extensive duties and new opportunities.

I advise on implementing regulatory requirements and strategically using the options they create.

Referenzen

Supporting a global electronics group across multiple digital services
Review of the legal permissibility of individual services, revision and new drafting of contract suites, and product-related compliance—particularly data protection, consumer law, and regulatory requirements for digital products.

Scope of advice

Product compliance & contract framework

Recent judgments (As of: 15/07/2026)

These case summaries are provided in German. They concern German courts and authorities only. Common abbreviations: BGH — Federal Court of Justice of Germany; BPatG — Federal Patent Court; DPMA — German Patent and Trade Mark Office; LG — Regional Court; OLG — Higher Regional Court; AG — Local Court. Expanded names appear in headings and citations below.

Handelsvertreterrecht
Softwarevertrieb
EuGH: Elektronischer Software-Download mit Dauerlizenz gilt als Warenkauf im Handelsvertreterrecht (EuGH)

Summary in German · German law · German court

Facts: Das Unternehmen The Software Incubator Ltd war für die Computer Associates (UK) Ltd im Vereinigten Königreich sowie in Irland tätig, um eine Softwareanwendung zu vermarkten. Die Endkunden luden das Programm über ein Online-Portal herunter und erhielten dazu üblicherweise eine unbefristete Nutzungslizenz. Nach der Kündigung des Vertriebsvertrags forderte The Software Incubator vor den Gerichten in England & Wales Schadensersatz nach dem Handelsvertreterrecht. Die Beklagte verweigerte die Zahlung mit dem Argument, dass ein elektronischer Software-Download mangels körperlicher Form rechtlich keinen „Warenkauf“ darstelle und der Kläger somit kein Handelsvertreter sei.

Key provisions (German law):

  • Art. 1 Abs. 2 Richtlinie 86/653/EWG (Handelsvertreter-Richtlinie)

Decision: Der Europäische Gerichtshof entschied zugunsten des Klägers und stellte klar, dass Software auch bei rein digitaler Übermittlung als „Ware“ anzusehen war. Die Richter argumentierten, dass es wirtschaftlich keinen Unterschied machte, ob ein Programm auf einer CD oder per Download zur Verfügung gestellt wurde. Die Einräumung einer unbefristeten Lizenz gegen ein Entgelt qualifizierten sie zudem als „Verkauf“. Der europäische Schutz von Handelsvertretern durfte nicht durch die technologische Entwicklung ins Leere laufen.

Conclusion & practical takeaway: Dieses Urteil bildet einen rechtlichen Schlussstein für den indirekten digitalen Vertrieb. Für Softwarehersteller und Inhouse-Juristen der Digitalbranche bedeutet die Entscheidung, dass freie Vermittler von unbefristeten Software-Lizenzen (On-Premises via Download) zwingend als Handelsvertreter geschützt sind. Unternehmen müssen ihre Vertriebsverträge daraufhin auditieren und bei Kündigungen entsprechende Ausgleichsansprüche einkalkulieren. Bei Cloud- oder SaaS-Modellen mit lediglich befristeter Nutzung kann die rechtliche Einordnung hingegen abweichen, weshalb hier eine präzise Vertragsgestaltung zur Vermeidung ungewollter Handelsvertreter-Privilegien unerlässlich ist.

EuGH, Judgment dated 16/09/2021 (C-410/19) - Prior instances: High Court of Justice (England & Wales), Queen's Bench Division, Urteil vom 01.07.2016, Court of Appeal (England & Wales) (Civil Division), Urteil vom 19.03.2018, Supreme Court of the United Kingdom, Vorabentscheidungsersuchen

Legal Tech
RDG
Automatisierte Vertragsgeneratoren (Smartlaw) verstoßen nicht gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz (BGH (Federal Court of Justice of Germany) (Federal Court of Justice of Germany))

Summary in German · German law · German court

Facts: Die klagende Attorneyskammer rügte das Online-Angebot eines Verlags. Dieser bot unter der Bezeichnung „smartlaw“ einen digitalen Rechtsdokumentengenerator an. Kunden konnten durch die Beantwortung von Fragen Verträge erstellen lassen, welche die Software aus vorgefertigten Textbausteinen zusammensetzte. Die Klägerin sah darin eine unzulässige Rechtsdienstleistung und klagte auf Unterlassung. Nach Stationen vor dem Regional court Cologne und dem Higher regional court Cologne landete der Fall schließlich vor dem Federal Court of Justice of Germany.

Key provisions (German law):

  • § 2 Abs. 1 RDG (Begriff der Rechtsdienstleistung)
  • § 3 RDG (Befugnis zur Erbringung außergerichtlicher Rechtsdienstleistungen)
  • § 3a German Unfair Competition Act (UWG) (Rechtsbruch)

Decision: Der BGH (Federal Court of Justice of Germany) wies die Klage letztinstanzlich ab. Er entschied, dass die automatisierte Erstellung eines Vertragsentwurfs keine Rechtsdienstleistung darstellte. Zwar verneinte das Gericht nicht, dass der Verlag eine Tätigkeit in einer fremden Angelegenheit ausübte, jedoch fehlte es an dem Tatbestandsmerkmal der „konkreten“ Angelegenheit. Das Programm prüfte keinen individuellen realen Einzelfall, sondern kombinierte lediglich Textbausteine für fiktive, typisierte Sachverhalte. Der Senat verglich diesen Vorgang mit der Nutzung eines detaillierten Formularhandbuchs. Zudem war für den Nutzer klar erkennbar, dass keine individuelle juristische Prüfung seines spezifischen Problems stattfand.

Conclusion & practical takeaway: Dieses Urteil wirkte als Meilenstein für die Rechtssicherheit heutiger Legal-Tech-Angebote im Bereich der regelbasierten Dokumentenerstellung.
Handlungsempfehlung: Unternehmen können klassische, auf logischen Entscheidungsbäumen basierende Vertragsgeneratoren rechtssicher betreiben und vertreiben, solange sie das Tool transparent als Software-Produkt und nicht als individuelle Anwaltsberatung vermarkten. Sobald jedoch in Zukunft generative Artificial Intelligence (wie LLMs) in den Prozess integriert wird, die unstrukturierte Sachverhalte autonom rechtlich bewertet, muss das Geschäftsmodell im Hinblick auf das RDG völlig neu auditiert werden, da die Grenze zur konkreten Einzelfallprüfung dann überschritten werden könnte.

BGH (Federal Court of Justice of Germany) (Federal Court of Justice of Germany), Judgment dated 09/09/2021 (I ZR 113/20) - Prior instances: LG (Regional Court (Germany)) (Regional Court (Germany)) Cologne (MMR 2020, OLG (Higher Regional Court (Germany)) (Higher Regional Court (Germany)) Cologne (NJW 2020

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